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Persien - Iran
Als die Wanderungen begannen nach Iran - vor Mesopotamien es geschah
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In Zarahustra Seite aus Persien lange vor Mesopotamien. Beide bilden Einheit der Erschaffung des Menschen und Gott - die Entstehung des gutes und das böse - wie verhält sich der mensch seit diesen Ursprung, der zeigt der zusammenhängen bis unsere Zeit in den Weltlichen Kulturellen Ordnung und die Schöpfung fällt hier besonders
 

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Das Stadttor Nimruds Metropolitan



Wie selbst ein Messer aus härtestem Stahl des Schleifsteins bedarf, so braucht auch der Klügste manchmal Rat.
Zoroaster auch Zarathustra

(583 v. Chr. - ?), prophetischer Reformator der altiranischen Religion, Begründer des Zoroastrismus
http://www.aphorismen.de/zitat/23413

Alles Gesunde ist milden Gemütes.
Die Mutter Zarathustras soll der Legende nach aus Raga stammen
Er ist in Sistan aufgehalten
Berg Kuh-e Hadsche am Hamun-See den Ort Sistan zum Mekka der Zoroastrismus-Anhänger
Die Gathas bezeichnen als Teil des Avesta, der heiligen Schrift des Zoroastrismus, der Lehre des iranischen Religionsstifters Zarathustra,
Die Gathas bestehen insgesamt aus 17 Hymnen und bilden die Abschnitte 28-34, 43-46, 47-50, 51 und 53 des Yasnas. Sie werden in die folgenden fünf Abschnitte eingeteilt:
Ahunavaiti Gatha
Uštavaiti Gatha
Spentâ Mainyu Gatha
Vohu Xšathra Gatha
Vahišto Išti Gatha

Die Begriffe "iranische Mythologie" und "persische Mythologie" finden häufig eine synonyme Anwendung
In den Gathas formuliert Zarathustra wesentliche Vorstellungen über den Weg des Menschen im Universum und dessen Möglichkeiten, im Einklang mit der Wahrhaftigkeit und der rechten Ordnung (Asha) zu leben und damit einen erfüllten Lebensweg zu beschreiten. Hier werden deutliche Konturen und Inhalte der alt-iranischen Philosophie Zarathustras sichtbar, die teils in einem Gegensatz zu Entwicklungen der späteren zoroastrischen Texte, so zum Beispiel des Vendidad des Avesta, gesehen werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gathas
Schöpfung
Auf eine Schöpfung durch einen Schöpfer wird in Kulten und Religionen die Ursache für den Anbeginn der Welt (Erste Ursache) zurückgeführt. In Anlehnung daran wird auch die erschaffene Welt (das Leben, die Erde, das Universum) als die Schöpfung bezeichnet.
Konzeptionen zur Erschaffung der Welt aus dem Nichts oder aus einem präexistenten Chaos gibt es in verschiedenen Religionen. Diese kosmogonischen Mythen setzen stets eine eigenständige personifizierte Macht (Gott) als Erklärungsgrund an, die aus eigenem Antrieb die Welt erschaffen habe. Ein Schöpfungsmythos ist somit eine zumeist theologische oder religiöse Erklärung zur Entstehung der Welt, des Universums oder des Ursprungs des Menschen.
Vor allem im Katholizismus, aber auch im Islam[1] gibt es die Vorstellung, dass die Schöpfung nicht abgeschlossen sei, sondern sich als Creatio continua permanent fortsetze.
Die heutige naturwissenschaftliche Kosmologie versucht die Existenz und Eigenschaften des Kosmos mit Hilfe physikalischer Prinzipien und Theorien zu erklären. Der Begriff Schöpfung wird deshalb auch bewusst eingesetzt, um auf einen religiösen Hintergrund zu verweisen, etwa in der Rede von der Bewahrung der Schöpfung. Wenn zwischen der religiösen Rede von Schöpfung und der naturwissenschaftlichen Kosmologie ein Widerspruch gesehen und zugunsten der Schöpfungsidee entschieden wird, spricht man teilweise auch von Kreationismus.
Alter Orient
Als älteste bekannte Schöpfungsmythen der westlichen Welt gelten die der Sumerer mit den auch später in der Bibel auftauchenden Motiven. Diese Mythen, beispielsweise die Erschaffung des Menschen, wurden in angepasster Form von den eindringenden Semiten übernommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfung
Schöpfungsmythen in den Religionen
Alter Orient

Als älteste bekannte Schöpfungsmythen der westlichen Welt gelten die der Sumerer mit den auch später in der Bibel auftauchenden Motiven. Diese Mythen, beispielsweise die Erschaffung des Menschen, wurden in angepasster Form von den eindringenden Semiten übernommen.
Atra?asis-Epos

Das Atra?asis-Epos entstand wahrscheinlich um oder vor 1800 v. Chr. Das Epos, das verschiedene sumerische Themen künstlerisch kombiniert und ältere mythologische Vorstellungen beinhaltet, hatte keine sumerische Dichtung als Grundlage. Tafel 1 trägt den Titel "Als die Götter (noch) Menschen waren". Die Geschichte, die in vielen ähnlichen Versionen existiert, handelt unter anderem vom Beschluss der Anunna, die Menschen als nachfolgende Generation der ebenfalls göttlichen Igigu zu erschaffen:
"Du (Nintu) bist der Mutterleib, der die Menschen erschafft; erschaffe den Urmenschen, dass er das Joch auf sich nehme. Er nehme das Joch auf sich, das Werk des Enlil; den Tragkorb des Gottes trage der Mensch … Geschtu'e, den Gott der Planungsfähigkeit schlachteten sie (die Götter) in ihrer Versammlung. Mit seinem Fleisch und Blut überschüttete Nintu den Lehm. Für all die zukünftigen Tage … wurde nun aus dem Fleisch der Götter der Widimmu … Die Igigu, die großen Götter, spieen Speichel auf den Lehm … Mami/Nintu tat ihren Mund auf und sprach: Eure (Igigu) schwere Mühsal schaffte ich ab, euren Tragkorb legte ich den Menschen auf."
- ATRA?ASIS-EPOS, TAFEL 1, VERSE 194 BIS 241[2]

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Gilgamesch-Epos
Das Gilgamesch-Epos stammt aus dem babylonischen Raum. Es erzählt von den Heldentaten Gilgameschs und seiner Freundschaft mit dem von der Göttin Aruru erschaffenen menschenähnlichen Wesen Enkidu, thematisiert aber vor allem seine Suche nach Unsterblichkeit. Das Epos gilt als die erste Dichtung, welche die Loslösung von den Göttern, zugleich aber auch die Angst vor der Vergänglichkeit des Lebens thematisiert.
Das Gilgamesch-Epos enthält zahlreiche Parallelen zur biblischen Überlieferung. So erinnert die Figur des biblischen Noach stark an den göttlich auserwählten Helden Utnapischtim.[3] Im 1. Buch Mose, Kapitel 6 EU findet sich auch das Motiv von Engeln, die sich auf der Erde materialisiert haben und Beziehungen mit Menschenfrauen eingegangen sind.
Enuma Elisch
Übersetzt bedeutet Enûma elîsch "Als oben [der Himmel noch nicht genannt war]". Es ist nicht nur der Name, sondern auch der Beginn des babylonischen Weltschöpfungsmythos und Lehrgedichts.
Als Babylon innerhalb der Städte des Zweistromlandes eine Vormachtstellung einnahm, gewann die Stadtgottheit Marduk innerhalb des sumerisch-akkadischen Pantheons ebenfalls an Bedeutung. Dies wurde verdeutlicht, indem Marduk in den Weltschöpfungsmythos mit eingebunden wurde. Das Werk diente fortan zur ideologischen Untermauerung des babylonischen Herrschaftsanspruches.

Im Mythos wird die embryonale Welt geschildert, wie die Erde geschaffen wurde. Hier sind Abzu ("der Uranfängliche") und Tiamat ("die sie alle gebar"; dargestellt als ein Seeungeheuer) die ersten Daseinsformen, lange vor der Schöpfung. Es entstehen mehrere Götter, über die jedoch außer den Namen nichts bekannt ist. Später werden Abzu und Tiamat in einem Götterkampf von den jungen Göttern der neuen Generationen gestürzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gilgamesch-Epos#/media/File:Enkidu.jpg



Zeitleiste nach kalibrierten C14-Daten
Epipaläolithikum
12000-9500 v. Chr.
Kebarien

Natufien

Khiamien

Präkeramisches Neolithikum
9500-6400 v. Chr.
PPNA
9500-8800 v. Chr.
PPNB
8800-7000 v. Chr.
PPNC[1]
7000-6400 v. Chr.
Keramisches Neolithikum
6400-5800 v. Chr.
Umm Dabaghiyah-Kultur
6000-5800 v. Chr.
Hassuna-Kultur
5800-5260 v. Chr.
Samarra-Kultur[2]
5500-5000 v. Chr.
Übergang zum Chalkolithikum
5800-4500 v. Chr.
Halaf-Kultur[3]
5500-5000 v. Chr.
Chalkolithikum
4500-3600 v. Chr.
Obed-Zeit
5000-4000 v. Chr.
Uruk-Zeit
4000-3100/3000 v. Chr.
Frühbronzezeit
3000-2000 v. Chr.
Dschemdet-Nasr-Zeit
3000-2800 v. Chr.
Frühdynastikum
2900/2800-2340 v. Chr.
Akkadzeit
2340-2200 v. Chr.
Neusumerische/Ur-III-Zeit
2340-2000 v. Chr.
Mittelbronzezeit
2000-1550 v. Chr.
Isin-Larsa-Zeit[2]/altassyrische Zeit[3]
2000-1800 v. Chr.
Altbabylonische Zeit 1800-1595 v. Chr.
Spätbronzezeit
1550-1150 v. Chr.
Kassitenzeit[2]
1580-1200 v. Chr.
Mittelassyrische Zeit[3]
1400-1000 v. Chr.
Eisenzeit
1150-600 v. Chr.
Isin-II-Zeit[2]
1160-1026 v. Chr.
Neuassyrische Zeit
1000-600 v. Chr.
Neubabylonische Zeit
1025-627 v. Chr.
Spätbabylonische Zeit
626-539 v. Chr.
Achämenidenzeit
539-330 v. Chr.
Jahreszahlen nach der mittleren Chronologie (gerundet)Als altbabylonische Zeit wird ein Zeitraum der altorientalischen Geschichte bezeichnet, der mit dem Aufstieg Babylons unter ?ammu-rapi
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Als altbabylonische Zeit wird ein Zeitraum der altorientalischen Geschichte bezeichnet, der mit dem Aufstieg Babylons unter Hammu-rapi um 1800 v. Chr. beginnt und mit der Eroberung Babylons durch den Hethiterkönig Muršili I. 1595 v. Chr. endet. Er markiert die letzte Phase der Mittelbronzezeit in Mesopotamien. Insbesondere die Altorientalistik zählt aus philologischen Gründen auch die vorausgehende Isin-Larsa-Zeit zu dieser Epoche.
https://de.wikipedia.org/wiki/Altbabylonische_Zeit

Sistan (Sakastan) zu Zeit der Sassaniden

Sistan (Sesjistan) im Osten des persischen Reiches auf einer Karte aus dem 18. Jahrhundert
Sistan ist eine historische Region an der Grenze des heutigen Afghanistan, Iran und Pakistan, die vom 9. bis 11. Jahrhundert nach Christus unter der Regentschaft der Saffariden stand. Die Region ist heute Bestandteil der iranischen Provinz Sistan und

Zarathustra, Geburt bis Erleuchtung
Zur Datierung der Lebenszeit Zarathustras gibt es mehrere widersprüchliche Meinungen:
1. Zarathustra lebte um 1800 v. Chr., genauer: wurde 1768 v. Chr geboren. Diese Ansicht vertreten insbesondere iranische Wissenschaftler (Behr?z, Derakhshani) und Mary Boyce. Im Kontext der Besiedlung Persiens sei Zarathustras Auftreten bereits mit der ersten Einwanderungswelle anzusetzen.
o Die Erwähnung des Gottes Mithra in den Gathas birgt damit Datierungsprobleme, da gesicherte Hinweise auf diesen Gott erst zu späterer Zeit vorliegen und dessen Kult von Zarathustra im Avesta verdammt wurde.
2. Zarathustra lebte um 1000 v. Chr. Das nehmen u. a. Eilers und Stausberg an. Diese Datierung setzt das Auftreten Zarathustras im Gebiet um Baktrien voraus.
o Eine solche mittlere Datierung wäre mit dem als sicher geltenden Auftreten der iranischen Stämme der Meder und Perser kaum in Übereinstimmung zu bringen. Auch soll Zarathustra vor seinem "Berufungserlebnis" schon als Priester bzw. Magier tätig gewesen sein. Aus diesen Gründen bestimmte Frye das Wirken Zarathustras für die Zeit um 800 v. Chr.
3. Zarathustra lebte um 600 v. Chr. Diese späte Variante basiert auf der Überlieferung des islamischen Gelehrten Biruni, der nach sassanidischer Tradition den Zeitpunkt der Berufung Zarathustras auf 258 Jahre vor Alexander festgelegt hat. Hierauf stützen sich Wiesehöfer, Lommel, Altheim und Walther Hinz. Danach hat Zarathustra von 630 v. Chr. bis 553 v. Chr gelebt. Hinz vermutet ein Zusammentreffen von Zarathustra und Kyros II. (585-530 v. Chr.), der dessen Lehre nicht übernahm, sondern sich tolerant gegenüber allen Religionen zeigte.
o Eine Bestätigung für die Verehrung des von Zarathustra genannten obersten Gottes Ahura Mazda wurde erst unter Dareios I. (* 549 v. Chr.; † 486 v. Chr.) als sicher nachgewiesen. Dies veranlasste Hertel und Herzfeld, wie von Ammianus Marcellinus überliefert, den Fürsten Vistaspa, der Zarathustra förderte, als Hystaspes, den Vater von Dareios I. zu identifizieren, womit Zarathustra der ältere Zeitgenosse des Sohnes gewesen wäre.
o Schließlich verweist der Orientalist Thomas Hyde darauf, dass der syrische Gelehrte Abu'l Faradsch in seiner "Dynastiengeschichte" schreibt, Zarathustra sei in Babylon ein Schüler des Propheten Daniel gewesen. Gemäß biblischer Überlieferung gehörte dieser zu dem Teil der Bevölkerung von Juda, den Nebukadnezar II. in die Babylonische Gefangenschaft geschickt hat, die von 598 bis 539 v. Chr. währte.
Neben unterschiedlichen wissenschaftlichen Methoden und Argumenten spielen auch ideologische Motive eine Rolle in dieser Auseinandersetzung. Zarathustrier feiern seinen Geburtstag am 26. März.
Die Lehren Zarathustras
Grundzüge
Die Religion ist stark monotheistisch, der Kampf zwischen Gut und Böse prägt den Glauben. Der Sieg des Guten über das Böse wird am Tag des Jüngsten Gerichts kommen. Bis zu diesem Tag haben die Menschen die freie Wahl, sich für den rechten Weg zu entscheiden. Der rechte Weg ist der Weg der Wahrhaftigkeit. Die Lehre Zarathustras hat drei wichtige Grundsätze:
" gute Gedanken
" gute Worte
" gute Taten

Ahura Mazda, der weise Herr, erschuf die Welt auf dem Fundament der Wahrhaftigkeit. Der Gute Geist (Spenta Mainyu) und der Böse Geist (Angra Mainyu) sind Zwillinge, durch deren Zusammenwirken die Welt besteht. Damit das Gute über das Böse siegt, muss der Mensch sich entscheiden, denn der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches die Möglichkeit bekommen hat, zu führen und zu ändern. Der Mensch kann vergeben oder hassen, der Mensch ist ein Mensch, weil er sich nicht von seinen Instinkten leiten lässt. Jedem ist es überlassen, sich für das Gute zu entscheiden und so den Kampf Ahura Mazdas gegen das Böse zu unterstützen. Wichtig ist hierbei, dass der Zarathustrismus bzw. Ahura Mazda den Menschen zu nichts zwingt. Der Mensch wird als vernünftiges Wesen frei geboren und kann allein durch freie Entscheidung und persönliche Einsicht zu Gott gelangen.
Es bestehen sechs Aspekte Gottes (Amesha Spentas), oder auch sieben - siehe auch Haft Sin (sieben Dekorationsschalen), Sieben Speisen, Haft Mewa (Sieben-Früchte-Getränk) und Samanak [Keimlinge aus sieben Sorten Getreide] im Nouruz, die die sieben Tugenden des Zoroastrismus symbolisieren. Diese werden in dem Avesta, dem heiligen Buch des Zarathustrismus, zum Teil als engelhafte Wesen personifiziert:
" Der gute Sinn.
" Die beste Wahrheit/Wahrhaftigkeit.
" Das wünschenswerte Reich.
" Die segenbringende Frömmigkeit.
" Wohlfahrt.
" Nicht-Sterben.
" Der segenbringende Geist wird von manchen dazugezählt.

Zarathustras Gottesdienst negiert jegliche Art von Opferhandlungen, wie es sie zu seiner Zeit in Gestalt der Kulte der Mithras-Priester gab. Zarathustra Spitama widmete sich dem Kampf gegen diese - aus seiner Sicht - Götzerei und wurde daher verfolgt. Die auf Ahura Mazda gerichteten Andachtszeremonien wurden um einen Feuer-Altar mit erhobenen Händen abgehalten, wobei man die Lobpreisungen sang.
Der Mensch hat im diesseitigen Leben die Wahl zwischen Gut und Böse. Sofern das Gute im Menschen überwiegt, gelangt der Mensch nach seinem Tode über die ?invat-Brücke ins Paradies, aus dem Zarathustra einer iranischen Legende nach das Avesta und das "Heilige Feuer" (Atar) erhalten haben soll.[6] Für den rechtschaffenen Menschen ist die Brücke ein breiter Weg, für den anderen schmal wie eine Messerschneide.
Fortschreibung der Lehre[Bearbeiten]
In einer späteren Umformung wird, insbesondere unter den Sassaniden, die Zoroastrische Religion durch einen Zeitgott, genannt Zurvan, ergänzt. Dieser viergestaltige Gott (Ahura Mazd?, Güte, Religion und Zeit) steht über Gott und Teufel, die seine Söhne sind. Zurvan ist der unendliche Raum und die unendliche Zeit. Durch die Entstehung von Gott und dem Bösen wird das Licht von der Finsternis geschieden.
Rezeption in Europa[Bearbeiten]
Philosophie und Literatur[Bearbeiten]
Plinius der Ältere behauptete, Zarathustra sei der erste Mensch gewesen, der bei seiner Geburt gelacht habe - was sowohl als Ausweis seiner Klarsichtigkeit wie auch als Anzeichen eines diabolischen Charakters gedeutet werden kann.
Zarathustra wurde lange Zeit in Europa als Prototyp des Weisheitslehrers gesehen. Die Renaissance huldigte ihm als Hüter vorchristlicher Weisheit. Die Aufklärung entdeckte in ihm den Weisen aus dem Morgenland und Verkünder einer Sonnenreligion. Die Gegenreformation verdammte ihn jedoch als Magier.
In der gelehrten Welt des 18. Jahrhunderts war es eine der großen Streitfragen, ob Zarathustra Monotheist (Thomas Hyde) oder radikaler Dualist (Pierre Bayle, Gottfried Wilhelm Leibniz) gewesen ist. Immanuel Kant hob in seiner "Philosophischen Religionslehre" (1793) als wesentliche Besonderheit der "Parsis, Anhänger der Religion des Zoroasters", hervor, dass sie "eine geschriebene Religion (heilige Bücher)" und "ihren Glauben bis jetzt erhalten" haben, "ungeachtet ihrer Zerstreuung".[7] Kant konnte zu seinen Vorlesungen und Publikationen bereits die von Johann Friedrich Kleuker 1776-1778 herausgebrachte deutsche Übersetzung des 1771 in Paris erschienenen Werkes von Abraham Hyacinthe Anquetil-Duperron, dem Begründer des Studiums der Zendreligion in Europa, Zend-Avesta, ouvrage de Zoroastre[8] heranziehen, wie nach ihm ebenso u. a. Johann Gottfried Herder in seinen "Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit" sowie Georg Wilhelm Friedrich Hegel in seinen Vorlesungen "über die Philosophie der Religion" und "über die Philosophie der Geschichte". Wie für Herder, der in Zoroasters Staatsreligion eine Art philosophischer Theodizee erkannte, so hieß für Hegel Zarathustra Zerduscht, und in dessen Lehre trat Hegel ein reiner Atem entgegen, ein Hauch des Geistes. Der Geist erhebt sich in ihr aus der substanziellen Einheit der Natur.[9] Gotthold Ephraim Lessing widmete in seinem Drama Nathan der Weise dem Zoroastrismus die oft wenig beachtete Figur des Al-Hafi, der er ursprünglich eine Nachschrift unter dem Titel Derwisch widmen wollte.
In jüngster Zeit verband sich der Name Zarathustra in der westlichen Welt mit Friedrich Nietzsches philosophisch-dichterischem Werk Also sprach Zarathustra, das von 1883 bis 1885 entstand. Da der historische Zarathustra für Nietzsche der Erste war, der Gut und Böse unterschied, gab er seiner Gestalt im Buch, die für ihn die Überwindung aller Moral symbolisierte und damit über das Ende der vom historischen Zarathustra begonnenen Geschichtsepoche hinauswies, denselben Namen.
Auch in Karl Mays Orient-Erzählungen kommt Zarathustra vor.
Musik[Bearbeiten]
Von Jean-Philippe Rameau stammt eine Tragédie lyrique mit dem Titel Zoroastre, benannt nach der Hauptfigur. Das Werk wurde 1749 uraufgeführt. Als Textvorlage diente das Drama Zoroastre von Louis de Cahusac, das alsbald von Giacomo Casanova ins Deutsche übersetzt worden ist.[10]
In zwei weiteren Opern spielt jeweils eine Figur auf Zarathustra an. In Georg Friedrich Händels 1733 uraufgeführtem Dramma per musica Orlando (die Handlung beruht auf dem Epos Orlando furioso von Ariost) tritt ein weiser Magier namens Zoroastro auf. Und in Wolfgang Amadeus Mozarts 1791 uraufgeführter Oper Die Zauberflöte vertritt der weise Fürst Sarastro mit seinem Priesterrat humanistisches Gedankengut. Dabei ist eine Verwandtschaft von Händels Zoroastro und von Mozarts Sarastro mit dem persischen Religionsstifter Zarathustra durchaus festzustellen.[11]
Zeitlich zwischen diesen Opern gelegen wurde im Juni 1754 im Bayreuther Markgräflichen Opernhaus die Oper L'Huomo nach einem Libretto von Markgräfin Wilhelmine (1709-1758) uraufgeführt, das, laut Argomento, vom System der Philosophie des Zoroastres angeregt war. Die Festa teatrale wurde zum Besuch von Wilhelmines Bruder Friedrich dem Großen uraufgeführt, Komponist war Andrea Bernasconi. Die Protagonisten dieses einaktigen allegorischen Musiktheaters sind Animia und Anemone (Anagramme für die weibliche und die männliche Seele), die sich im Zwiespalt zwischen dem bon Genie ("das Gute") und dem mauvais Genie ("das Böse") befinden und von den personifizierten Mächten wie beispielsweise der "Vernunft", "Unbeständigkeit" oder "Wollust" beeinflusst werden.[12]


Im 20. Jahrhundert erlangte Zarathustra einen gewissen Bekanntheitsgrad durch die 1895 entstandene symphonische Dichtung Also sprach Zarathustra von Richard Strauss, die sich in seinem Titel explizit auf Nietzsches Also sprach Zarathustra bezog, sowie durch Frederick Delius A Mass of Life (Eine Messe des Lebens), einem großangelegten Oratorium nach Texten aus demselben Werk Nietzsches.[13]
Einfluss auf andere Religionen und Weltanschauungen[Bearbeiten]
Als einzige monotheistische Religion und Religion eines befreundeten Volkes hat das Judentum in den Jahren nach dem Babylonischen Exil (6. bis 4. Jh. v. Chr.) viele Bilder aus dem Zoroastrismus, der damaligen Hauptreligion übernehmen können, deren wichtigstes Element wohl der Glaube an das Ende der Welt ist: Die beiden wichtigsten vorchristlichen Referenzen, das Buch Daniel und das Henochbuch, sind (vermutlich) in dieser Zeit entstanden. Der Teufel als Gegenspieler Gottes geht vermutlich auf Ahriman zurück. Die Begriffe Himmel und Hölle waren im älteren Judentum unbekannt; hier dürfte ein Einfluss des Zoroastrismus, aber auch der griechischen Vorstellung von einem Hades erfolgt sein. Über die jüdische Tradition sind diese Vorstellungen auch in die christliche und die islamische Religion eingegangen und dort zu zentralen Elementen geworden. Inwieweit der Zoroastrismus den frühen Islam in Persien noch direkt beeinflusst hat, lässt sich aber im Einzelnen schwer nachweisen.
Belege für den weitreichenden historischen Einfluss des Zoroastrismus auch auf die Religionen benachbarter Völker liefern der Mithraismus, der sich über Vorderasien zur Zeit des römischen Reichs bis ins Abendland verbreitete, und die Religion des Mani, der Manichäismus, der im 3. Jahrhundert n. Chr. aus einer Verschmelzung der Zoroastrischen mit christlichen und buddhistischen Lehren entstand und eine Zeitlang von China über Mittelasien bis nach Italien, Spanien und Südfrankreich verbreitet war. Im Gegensatz zum zwar von wenigen, aber dennoch durchgängig praktizierten Zoroastrismus ist aber der Manichäismus im 14. Jahrhundert vollständig verschwunden.
Auch die um 500 n. Chr. aktiven Mazdakiten, über die heute wenig bekannt geblieben ist, dürften Zoroastrier gewesen sein.
Der jesidische Autor Darwis Hasso vertritt die Position, dass sich das Jesidentum aus dem Zoroastrismus entwickelte.
Daneben gibt es auch eine neue Abspaltung außerhalb der klassischen Richtungen des Zoroastrismus, den Mazdaznan. Mit dem Begriff Mazdaznan wird eine religiöse Lehre bezeichnet, die nach eigenem Verständnis auf einem reformierten Zoroastrismus basiert. Begründet wurde sie von Otoman Zar-Adusht Ha'nish, bürgerlich vermutlich Otto Hanisch, der selbst angab, am 19. Dezember 1844 in Teheran geboren zu sein; er starb am 29. Februar 1936 in Los Angeles. Es handelt sich um eine Mischreligion von zoroastrischen, christlichen und einigen hinduistischen/tantrischen Elementen.
Einen nicht unerheblichen Einfluss, gerade mit der Aufnahme Ahrimans - allerdings mit einer starken Abweichung der diesem ursprünglich zugeschriebenen Attribute - in einen christlichen Zusammenhang, hat der Zoroastrismus auch auf die Anthroposophie, die Lehre

 

Zarahustra bild - suzan hijab (foto Dr. Patuiha) 2016


 
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Die Liebe zu Menschheit darf kein Religion davor stehen- wir alle Menschen und geboren um zu leben so sagt Zarahustra Werk - Selbst zu entscheiden - in der Lage das Gute zu wählen und das Böse zu überwinden.