Ludwig van Beethoven
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  Der Text von Friedrich Schiller
Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium,
wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum
Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt,
alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.
Wem der große Wurf gelungen, eines Freundes Freund zu sein,
Ja - wer auch nur Eine Seele sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer´s nie gekonnt, der stehle weinend sich aus diesem Bund!
Froh, wie seine Sonnen fliegen durch des Himmels prächt´gen Plan,
laufet Brüder, eure Bahn, freudig, wie ein Held zum Siegen.
Seid umschlungen, Millionen! Ahnest du den Schöpfer, Welt?
Brüder, überm Sternenzelt muß ein lieber Vater wohnen.
Rezeptionsgeschichte
Das Bewußtsein von der Bedeutung dieses Gipfelwerkes der symphonischen Literatur hatten weder die Zeitgenossen Beethovens, noch die
nachfolgenden Generationen. Richard Wagner war einer der ersten, der das Werk in voller Größe erkannt hat. Er würdigte dies in einer
Beschreibung dieser Symphonie. (Die 9. Symphonie Beethovens wird bei außergewöhnlichen Ereignissen in der Wagnerkult-Stätte Bayreuth,
wo sonst nur Werke dieses Komponisten zur Aufführung gelangen, aufgeführt.)
http://aeiou.iicm.tugraz.at/bt-sym9.htm

Historisches
Unter allen Werken Beethovens hatte die 9. Symphonie die längste Entstehungszeit. Schon in der Bonner Jugendzeit trug er sich mit
Vertonungsplänen. Die Zeile "muß ein lieber Vater wohnen" findet sich in einem Skizzenheft aus dem Jahre 1798, weitere Skizzen stammen
aus dem Jahre 1815. Die Hauptarbeitszeit fällt in die Jahre 1817 - 1823. Die Partitur wurde im Feber 1824 fertiggestellt, und zwar in den Orten
Hetzendorf (heute im 12. Bezirk Wiens südlich des Schlosses Schönbrunn gelegen (siehe "Österreich-Lexikon"), und in Baden bei Wien (siehe
"Österreich-Lexikon").
Schon 1793 dachte Beethoven an eine Vertonung der Ode "An die Freude" von Friedrich Schiller. 1812 dachte er an eine Vertonung im Rahmen
einer Ouverture mit Chor. In den Skizzenheften Beethovens tritt die Idee der Textvertonung für den Finalsatz erstmals 1822 auf. Ursprünglich war
ein rein instrumentales Finale beabsichtigt. 1823 arbeitete Beethoven am letzten Satz, wobei er zuerst den chorischen Teil und die vorangehenden Orchestervariationen über das Freude-Thema komponierte. Dem Baßrezitativ wollte er vorerst die Worte "Laßt uns das Lied des unsterblichen
Schiller singen!" unterlegen. Von Schillers Ode wurden nur Teile vertont: die 1.und 3. Strophe, von der 2. Strophe der erste Teil und von der 4.
Strophe der 2. Teil.
Symphonie Nr. 9, 4. Satz

Hinweise Beethovens zum Werk
Beethovens einziger Hinweis zum Werk lautet: "Grande Fugue tantôt libre, tontôt recherchée" = Große Fuge ebenso frei wie kunstvoll. Das
Wort "frei" bezieht sich auf die souveräne Handhabung der Form, das Wort "kunstvoll" auf die Stilmittel der großen Fuge.
Die "Große Fuge" ist ein schwierig zu hörendes Werk. Tschaikowsky meinte: "Es ist ein Schimmer da, aber nicht mehr. Der Rest ist Chaos
über dem der Geist dieses musikalischen Jehova schwebt." Das "Chaotische" des Werks wird empfunden durch
" die permanenten großen Intervallsprünge einzelnder Instrumente,
" durch bizarre Rhythmen,
" durch die konsequente Polyphonie,
" durch krasse dynamische Angaben - meist nur fortissimo oder pianissimo.
Diese Mittel führen den aufmerksamen und aufmerksam gemachten Hörer zu neuen Klangerfahrungen, die Goethe in das Wort faßt: "Gestaltung, Umgestaltung, des ewigen Sinnes ewige Unterhaltung". Die Musik erscheint losgelöst von Materiellen, sie erschließt Grenzregionen der Musik.
Er greift, wie man ohne Vorbehalt sagen kann, der musikalischen Entwicklung um ein Jahrhundert voraus. Das Werk repräsentiert ein Alterswerk
eines Komponisten, der auf ein Lebensoeuvre zurückblicken kann.
Musikalische Deutung
Beethoven schwebte nicht eine Stilkopie Bachs vor, sondern er wollte eine Problemlösung aufzeigen, wie man Musik durch Polyphonie zu einer einheitlicheren, durchgeistigteren Sprache führen kann.
Die "Große Fuge" ist typisch für das Klangbild des längst ertaubten Beethovens. Das Quartett sucht mit größtem Tonumfang der einzelnen
Stimmen einen großen Klangraum zu erfüllen. Die Harmonie des Klanges wird der klaren Profilierung der eigenständigen Einzelstimme und deren musikalischer Bedeutung untergeordnet. Ein Höhepunkt expressiver Musik in Beethovens letzten Quartetten ist erreicht.

Symphonie Nr. 9, 4. Satz
Ludwig van Beethoven

Symphonie in d-Moll, mit Schlußchor über Schillers Ode "An die Freude", op. 125.
Aufführungsdauer: ca. 73 Minuten
Entstehungszeit: 1817 - 1823.
Der Text zum Schlußsatz stammt von Friedrich Schiller und wurde von Beethoven frei nach Schiller ausgewählt und geordnet.
Uraufführung: 7. Mai 1824 im Kärtnertor-Theater in Wien (siehe "Österreich-Lexikon").
Widmungsträger: König Friedrich Wilhelm III. von Preußen
Orchester: 2 Flöten, 1 Piccoloflöte, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotti, 1 Kontrafagott, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Triangel,
große Trommel, Becken, Streicher
Solisten: 1 Sopran, 1 Alt, 1 Tenor, 1 Baß
Chor: Sopran, Alt, Tenor, Baß

Beethovens Stil

Beethoven baut auf den Stil von Philipp Emanuel Bach und Mozart auf, wird durch die Kompositionsweise der Mannheimer Schule und der
Franzosen Gretry und Cherubini angeregt, und schreibt Musik von einem bis dahin nie gehörten individuellen Ausdruck. Als Folge davon wird
Musik als zu Herzen gehende menschliche Kraft der Empfindung wahrgenommen. In der Konzentration der Form aus dem musikalischen
Material ist Beethoven nur noch mit Johann Sebastian Bach vergleichbar. Typisch für Beethoven sind die Kraft der Rhythmik, die melodische
Expansion, die dynamischen Kontraste, die Deutlichkeit und Prägnanz der Themen und Motive mit deren Verarbeitungen. Sein Werk hat zu
individuellen Deutungen Anlaß gegeben. So bauen die beiden großen musikalischen Linien des 19. Jahrhunderts auf Beethoven auf:
" die konservative Linie mit Mendelssohn - Schumann - Brahms, sowie
" die Neudeutsche Schule mit Liszt- Wagner- und Richard Strauss.
Stilphasen Beethovens:
1. bis etwa 1802: die Vorbildwirkung Haydns und Mozarts ist gegeben,
2. bis etwa 1812: Beethoven erarbeitet seinen persönlichen Stil in den tradierten Formen und Kunstmitteln,
3. die subjektive musikalische Ausdrucksweise gewinnt an Bedeutung, zum Teil unter neuartiger Verschmelzung mit den Stilmitteln der
Variation und der Fuge.

um einiges zu verstehen
Begriff: Bass
Artikel: der
Mehrzahl: Bässe
Beschreibung: tiefe Männerstimme
Sprache: italienisch
Letzte Änderung am 8.4.2006

Begriff: Sopran
Artikel: der
Mehrzahl: Soprane
Beschreibung: höchste Frauen- oder Knabenstimme
Sprache: latein
Letzte Änderung am 4.9.2001
http://www.klassika.info/Begriffe/Sopran/index.html

Begriff: perpetuo
Beschreibung: fortwährend, unaufhörlich
Sprache: italienisch

Begriff: Kantate
Artikel: die
Mehrzahl: Kantaten
Beschreibung: mehrteiliges, instrumental begleitetes Gesangsstück für eine Solostimme oder Solo- und Chorstimmen
Sprache: latein

Artikel: die
Mehrzahl: Fugen
Beschreibung: In der Barockmusik war die Fuge die vorherrschende Musikform und ein Inbegriff des Kontrapunkts. Zunächst beginnt
das Werk mit
einer einzelnen Stimme, der dann nach und nach weitere (insgesamt bis zu fünf) Stimmen hinzutreten, die das Musikthema in anderen
Tonlagen wiederholen. Tritt eine neue Stimme hinzu, gehen die alten ihren eigenen Weg, bis alle Stimmen zu hören sind und das gesamte
Thema aufgestellt (exponiert) ist. Danach folgt der nächste Formabschnitt.

Johann Sebastian Bach hat die (barocke) Fuge zur Vollendung geführt (siehe "Die Kunst der Fuge" oder "Das wohltemperierte Klavier"),
aber auch viel -

beethoven zu hören - ist nicht einfache da er andere musik spielte- stark - feuerig - ohne kompromissen- aufrührig - eine revoltionäre musik-
er veränderte die musik landschaft europa für ein 1000 jahren- er war 100 jahren im voraus zu seiner zeit-
die noten sind nicht ihm in den händen gefallen - er musste ringen um jede note die er dauernd korrigierte- durch die taubhaut sendete er uns
eine musik des inneren- zuerste grüsste er napolyone - bei dem aufstand in preussen gegen ihn- komponierte er die 7. eine simphonie des
aufstehens der befreiung- die in die höhe ging-
für seine zeit war das heldentum im kommen- als mozart starb - kam beethoven für die musik welt in wien als segen-
wie man über ihn schreibt - seine musik war und ist die höchste - sein leben war nicht zu beschreiben - sein charakter- verhalten - neigungen zu unbändigkeit-
machte aus ihn ein ungeheur - eine dramatischen familien verhältnissen mit vater- seinen neffen beziehungen führten den jungen zu versuchten
selbstmord- dass er später bereute-
trotzdem am ende schuf er musik - die kam aus dem dunkel ferne unbekante regionen der seele- ob in ihm der teufel und gott vereint waren-
die ihn verziehen-
geboren 1770 in Bonn -1815 gestorben in wien-

ein genie der musik - wie schiller - wie der junge georg brückner als revoltionären deutsche der literatur-
er rang um seinen tod in frühen jahren - wie die anderen-


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