menschaffe 2
.

 

sprache - languge

Trennung Mensch und Affe


Menschenaffen i.w.S.
Pongidae (=Familie)

Hier erwähnte Tiere: deutsch: Berggorilla (B), Bonobo, Gorilla (Art), Gorillas (Gattung), Menschenaffen i.e.S., Orang-Utan (B) (Art), Orang-Utans (Gattung), Östlicher Flachlandgorilla, Östlicher Tieflandgorilla, Schimpanse (B) (Art), Schimpansen (Gattung), Westlicher Flachlandgorilla (B), Westlicher Tieflandgorilla (B), Zwergschimpanse; lateinisch: Gorilla, Gorilla gorilla, Gorilla gorilla beringei (B), Gorilla gorilla gorilla (B), Gorilla gorilla graueri, Pan, Pan paniscus, Pan troglodytes (B), Ponginae, Pongo, Pongo pygmaeus (B)
Allgemeines Verbreitung Lebensweise Ernährung Fortpflanzung Systematik Die Unterfamilie, Gattungen, Arten und Unterarten
Übersicht: Unterfamilie Gattungen Arten Unterarten
Überfamilie: Menschenartige, HominoideaTeilordnung: >Altwelt- oder Schmalnasenaffen, CatarrhinaUnterordnung: >Affen, Anthropoidea Ordnung: >Primaten, PrimatesUnterklasse: >Echte oder Höhere Säuger, Eutheria Klasse: >Säugetiere, MammaliaUnterstamm: >Kiefertiere, GnathostomataStamm: >Chordatiere, Rückensaitentiere, ChordataUnterabteilung: Neumundtiere, Deuterostomia
Abteilung: Bilateralia

Allgemeines:
Die größten und schwersten Primaten finden sich hier bei den Menschenaffen. Die schwersten Tiere sind die Gorillas mit einem Gewicht von bis zu 350 kg. Die meisten Tiere bewegen sich durch "Hangel-Klettern" fort. Diese Affen haben lange kräftige Arme, dafür aber kürzere, schwächere Beine. Die Finger und Zehen sind meistens lang. Der Daumen steht den Fingern (die Großzehe den übrigen Zehen) gegenüber, somit können Hände und Füße hervorragend zum Greifen verwendet werden. Die Menschenaffen haben ein relativ großes Gehirn. Dadurch sind die Tiere in der Lage, komplizierte Leistungen zu bewältigen. Sie können z.B. selber Werkzeuge herstellen und diese dann auch verwenden.

Die Stirn ist flach mit meist kräftigen Überaugenwülsten. Bei den meisten Tieren ist die Nase platt und erhebt sich kaum vom Rest des Gesichts, das nackt ist, höchstens jedoch einige feine Haare hat. Bei den Männchen bilden sich Bärte an Kinn, Oberlippe und Wangen. Der Kiefer ist stark vorspringend. Das Gebiss ist kräftig, bei alten Männchen erreichen die Eckzähne sogar beachtliche Längen. Der Kieferschädel wächst mit zunehmenden Alter immer mehr nach vorn. Der Gesichtsausdruck wird dadurch immer tierartiger, das Gesicht von Menschenaffenkindern ist dem Menschen äußerst ähnlich.
An den Schultern und den Armen ist das Fell länger und dichter als am Rest des Körpers. Das Hinterende ist schwanzlos und weißt keine Gesäßschwielen, wie bei den Tieraffen, auf. Die Ohren sind klein, nur beim Schimpansen ist noch eine kleine Ohrmuschelspitze vorhanden.
Das Gesicht ist reich an Muskulatur, so dass die Menschenaffen ein ausgeprägtes Mienenspiel haben. Jeder kennt das Lachen eines Schimpansen, das dem Lachen des Menschen extrem ähnlich ist. Man sieht den Tieren durchaus Zuneigung, Neugier, Wut, Traurigkeit und andere Emotionen an.
Leider sind die Menschenaffen heute durch das Vordringen des Menschen in deren Lebensräume teilweise stark gefährdet. Die Zucht in Gefangenschaft reicht überhaupt nicht aus, den Bestand zu erhalten.
Verbreitung:
Die Heimat der Menschenaffen sind die tropischen Wälder (Regenwälder) und deren Lichtungen.
Lebensweise:
In freier Wildbahn leben Menschenaffen in großfamilienartigen Gruppen. Beim Gehirn des Menschenaffen fehlt das bei uns vorhandene Sprachzentrum. Daher haben sie keine Sprache im menschlichen Sinne entwickelt. Die Tiere sind aber so intelligent, die Taubstummen- bzw. eine Zeichensprache zu lernen, mit der sie sich mit uns Menschen teilweise richtig unterhalten können. Bei den Bonobos hat man sogar festgestellt, dass sie untereinander bis zu 21 Gesten einer Art Zeichensprache verwenden.
Die meisten Menschenaffen bauen am Abend auf Bäumen oder am Boden Schlafnester. Diese bestehen aus belaubten Zweigen.
Ernährung:
Die Nahrung besteht aus gemischter pflanzlicher und tierischer Kost. Die pflanzliche Nahrung überwiegt aber, die tierische wird nur als Beikost genommen. Von Schimpansen ist bekannt geworden, dass sie in Gemeinschaftsjagd sogar Antilopen oder junge Paviane erlegen und verzehren. Das Gehirn soll ein Leckerbissen für die Schimpansen sein. Gerne gehen die Menschenaffen auch in Plantagen und Farmen und ernten dort angebaute Nutzpflanzen ab.
Fortpflanzung:
Die Fortpflanzung ist der von uns Menschen sehr ähnlich. Die Menschenaffen haben keine festen Fortpflanzungszeiten. Die Männchen sind immer paarungs- und befruchtungsbereit, die Weibchen in erster Linie in der Mitte ihres Eizyklus. Die Tragzeit liegt bei 8-9 Monaten. Die Jungen sind bei der Geburt genauso hilflos, wie ein Menschenbaby. Es bleibt 2 Jahre von der Mutter abhängig. Der Berggorilla allerdings führt ein Leben am Boden. Dementsprechend haben sich die Füße umgestaltet, der Berggorilla tritt mit der ganzen Sohle auf. Bei der Fortbewegung am Boden werden die Hände mit benutzt. Allerdings werden nur die Außenseiten der Finger zum Aufstützen verwendet.
Systematik:
Die Familie der Menschenaffen besteht aus einer Unterfamilie, 3 Gattungen, 4 Arten und 3 Unterarten.
Die Unterfamilie, Gattungen, Arten und Unterarten:
Die Unterfamilie der Menschenaffen i.e.S. (Ponginae) ist die einzige Unterfamilie der Menschenaffen i.w.S.. Die Tiere bewegen sich durch bedächtiges Greifhangeln im Geäst fort. Wie schon oben erwähnt, sind die Arme deutlich länger als die Beine. Die Mittelhandknochen und die Finger sind länger als beim Menschen.

http://www.das-tierlexikon.de/menschenaffen.htm


8.05.06 12:00
Konnte Homo erectus sprechen?

Von DORIS MARSZK / WSA

Ab wann entwickelte der Mensch eine Sprache? Möglicherweise bereits vor 1,8 Millionen Jahren!

Bild: U.S. Government
Ab wann konnte der Mensch sprechen? Diese Frage gehört zu den spannendsten in der Geschichte der Menschwerdung. Möglicherweise konnte sogar schon der Homo erectus sprechen, der vor rund 1,8 Millionen Jahren lebte. Diese kühne These stellte jetzt ein amerikanisch-georgisches Anthropologen-Team auf der Jahrestagung der Paleopanthropology Society in San Juan in Puerto Rico auf. Die Forscher hatten 2005 fünf Rückgratwirbel eines Homo erectus in Dmanisi (Georgien) gefunden und analysiert. Die Knochen sind etwa 1,78 Millionen Jahre alt. Bei ihrer Analyse sind die Forscher zu dem Schluss gekommen, dass einer menschlichen Sprache von der Anatomie her nichts im Wege stand. Die These war auf der Jahrestagung allerdings nicht unumstritten. Gegner dieser Annahme gehen davon aus, dass erst der Homo sapiens und auch dieser erst seit etwa 50.000 Jahren sprechen kann.

Marc R. Meyer von der University of Pennsylvania und seine Kollegen David Lordkipanidze und Abessalom Vekua vom Georgischen Staatsmuseum in Tbilisi verglichen die Wirbel von Dmanisi mit mehr als 2.200 entsprechenden Knochen von Menschen, Schimpansen und Gorillas. Dabei zeigte sich, dass die Wirbel im Nacken-, Brust- und Lendenbereich (Zervikal-, Thorakal- und der Lumbalregion) mehr zu denen der modernen Menschen als zu denen der Affen passten. So wie das Rückgrat des Homo erectus demnach beschaffen war, hat es offenbar die Atmungsmuskulatur unterstützt, die zur Artikulation von Sprache notwendig ist. Tiere verfügen nicht über die dem Menschen eigene Atmungskontrolle.

Dass der Homo erectus bisher nicht als Kandidat für einen sprechenden Frühmenschen gehandelt wurde, hat mit einem anderen Fund vor über 20 Jahren zu tun. 1984 entdeckte man in Kenia das 1,6 Millionen Jahre alte Skelett eines etwa zehnjährigen Jungen. Dieses Skelett, manchmal auch "der Neue von Turkana" genannt, wurde als Homo erectus eingeordnet. Obwohl auch dieser Junge also schon aufrecht ging, hatte er noch Wirbel, die denen eines Schimpansen ähnlicher waren. Vermutlich verfügte er nicht über die zum Sprechen notwendige Atmungskontrolle. Seit einigen Jahren geht man jedoch in der Forschung davon aus, dass der Junge von Turkana nicht als typisches Beispiel für den Homo erectus gelten könne, weil sein Knochenbau nicht gesund gewesen ist. Dass er überhaupt 10 Jahre alt geworden ist, so vermuten jetzt Meyer und seine Kollegen, könnte auf sprachliches und altruistisches Verhalten seiner Angehörigen zurückzuführen sein.

Gegen Meyer und seine Kollegen ist auf der Tagung Robert C. McCarthy von der Florida Atlantic University aufgetreten. Er zeigte anhand von Rekonstruktionen des Stimmtraktes von verschiedenen frühen Homo-sapiens-Funden, dass erst diese moderne Spezies und auch nicht von Anfang an (Homo sapiens existiert seit etwa 120.000 Jahren), sondern erst seit etwa 50.000 Jahren sprechen kann. Vor dieser Zeit hätten alle Homo-Arten -- auch der Homo sapiens -- zu kurze Halswirbel besessen, die zu einem Stimmtrakt geführt hätten, der nur eingeschränkt Laute habe produzieren können. Dem hielt Meyer entgegen, dass auch heute noch manche Menschengruppen, etwa die Aborigines in Australien, so kurze Halswirbel haben, dass sie McCarthys Theorie zufolge eigentlich auch nicht sprechen können dürften.

Mehr dazu im Internet:
University of Pennsylvania
http://www.morgenwelt.de/index.php?id=155&backPID=237&tt_news=1863

Ergebnis: Afrika ist die Wiege des Homo sapiens sapiens und diese Mutter der jetzigen Menschen hat vor 172,000 Jahren gelebt. Erst danach besiedelten deren Nachfahren die Erde und verdrängte alle anderen Hominiden. (Nature, 7/12/2000)
Argumente gegen die Multiregionale Hypothese:
Nahezu jeder Stammbaum der Biologie besitzt einen gemeinsamen Vorfahren. In den verschiedenen Regionen müßte es gleiche Selektionsdrücke, Mutationsraten und Rekombinationsmöglichkeiten gegeben haben.
Merkmale von Homo sapiens sapiens
Verglichen mit den Neanderthalern und anderen archaischen Homo sapiens, besitzt der heutige Mensch ein feineres Skelett. Ihre Schädel sind abgerundeter mit weniger vorstehenden Brauen, höherer Stirn und ausgebildetem Kinn.

Das Gehirnvolumen des heutigen Menschen beträgt ca. 1345 ccm, bei den Cro-Magnon-Menschen fand man bis zu 1590 ccm.
http://www.egbeck.de/skripten/13/bs13-40.htm

top
info impressum - register